Gute Buchhaltung · by Digitally Done

Jahresabschluss vorbereiten: was vorher passiert, entscheidet.

Ein Abschluss wird dann teuer, wenn im Januar erst einmal aufgeräumt werden muss. Wer laufend sauber bucht, spart beim Steuerberater mehr, als die Buchhaltung kostet.

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Inventur und Bestände

Warenbestand, angefangene Arbeiten, Material auf der Baustelle: Die Bestände zum Stichtag sind die häufigste Lücke – und sie lassen sich später nicht rekonstruieren.

Offene Posten klären

Welche Kundenrechnungen sind noch offen, welche uneinbringlich? Welche Lieferantenrechnungen fehlen? Jeder ungeklärte Posten wird zur Rückfrage.

Abgrenzungen und Verträge

Leasing, Darlehen, Versicherungen, Mieten über den Jahreswechsel: Wer die Verträge bereitstellt, erspart sich die Nachfrage im März.

Den Jahresabschluss selbst erstellt Ihr Steuerberater – das ist ihm vorbehalten. Unsere Aufgabe endet davor, und genau dort liegt der Hebel: Wir übergeben fertig gebuchte, abgestimmte Daten mit geklärten Konten, sauberen Personenkonten und einer vollständigen Belegablage. Was der Steuerberater dann noch tut, ist Abschlussarbeit, keine Aufräumarbeit – und Aufräumarbeit ist der Teil, den er zu Beratungssätzen abrechnet.

Zu den Fristen: Kleine Kapitalgesellschaften haben sechs Monate Zeit, den Abschluss aufzustellen, größere drei. Offengelegt beziehungsweise hinterlegt wird binnen zwölf Monaten nach dem Stichtag – seit 2022 nicht mehr im Bundesanzeiger, sondern beim Unternehmensregister. Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB – bis 450.000 € Bilanzsumme, 900.000 € Umsatz und 10 Mitarbeiter – dürfen statt der Offenlegung nur hinterlegen, was den Einblick Dritter deutlich einschränkt.

Die Unterlagen, nach denen jeder Steuerberater fragt

Bestände zum Stichtag: Inventurlisten für Waren und Material, angefangene Arbeiten, fertige, aber noch nicht abgerechnete Leistungen. Dazu die Kassenbestände und die Kontoauszüge zum 31. Dezember – bei allen Konten, auch dem selten genutzten.

Verträge mit Wirkung über den Stichtag hinaus: Darlehens- und Leasingverträge samt aktuellem Tilgungsplan, Mietverträge, Versicherungspolicen, Wartungs- und Softwareverträge. Diese Unterlagen bestimmen die Abgrenzungen, und sie sind der häufigste Grund für Rückfragen im Frühjahr.

Aus dem Personalbereich: die Lohnjournale des Jahres, offene Urlaubsansprüche und Überstunden für die Rückstellung, Angaben zu Tantiemen und Boni. Wenn wir Ihre Löhne führen, liefern wir das direkt mit – ohne dass Sie es zusammensuchen müssen.

Und schließlich Belege zu Sonderfällen: Anlagenzugänge und -abgänge mit Rechnungen, private Nutzungsanteile bei Fahrzeugen, Bewirtungsbelege, Darlehen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter. Das sind die Positionen, bei denen das Finanzamt später am genauesten hinsieht.

Warum der Abschluss beim Steuerberater unterschiedlich viel kostet

Die Gebühren richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung und bemessen sich am Gegenstandswert – im Wesentlichen an Bilanzsumme und betrieblichen Erträgen. Dieser Teil lässt sich nicht wegverhandeln. Verhandelbar ist der Zehntelsatz innerhalb des Rahmens, und den bestimmt vor allem der Aufwand, den Ihre Unterlagen verursachen.

Genau hier entscheidet die laufende Buchhaltung. Ein Mandat mit abgestimmten Konten, geklärten Verrechnungskonten und vollständigen Belegen landet am unteren Rand des Rahmens. Eines, bei dem der Steuerberater erst Sachverhalte ermitteln muss, am oberen – oder er rechnet die Vorarbeit zusätzlich als Zeitgebühr ab.

Der Hebel ist also nicht, den Steuerberater zu drücken, sondern ihm weniger Arbeit zu machen. Das ist der eigentliche Grund, warum die Aufteilung zwischen laufender Buchhaltung und Abschluss für die meisten Betriebe günstiger ist als die Vollauslagerung an eine Kanzlei.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Machen Sie den Jahresabschluss?
Nein, und das dürfen wir auch nicht: Als Buchhalter sind wir nach § 6 Nr. 4 StBerG zur laufenden Buchführung befugt, nicht zum Abschluss. Wir bereiten ihn vor und übergeben Ihrem Steuerberater abgestimmte Daten. Wenn Sie noch keinen haben, vermitteln wir einen aus unserem Netzwerk.
Wann sollte ich mit der Vorbereitung anfangen?
Vor dem Stichtag, nicht danach. Inventur, Abgrenzungen und die Frage, welche Forderungen noch realistisch sind, gehören ins alte Jahr. Wir melden uns im Herbst mit den Punkten, die aus Ihren Zahlen erkennbar sind – das ist Teil der laufenden Betreuung, nicht extra.
Was kostet die Vorbereitung bei Ihnen extra?
Nichts. Sie ist Teil der laufenden Buchhaltung: Konten abstimmen, offene Posten überwachen und den Datenexport für den Steuerberater erstellen ist das, wofür Sie ohnehin zahlen. Kosten entstehen nur, wenn Altdaten unstrukturiert nachgearbeitet werden müssen – dann mit 59 € je Stunde, immer nach vorheriger Abstimmung.
Arbeiten Sie mit unserem bestehenden Steuerberater zusammen?
Ja, das ist der Regelfall und für ihn eine Entlastung: Er bekommt fertig gebuchte Daten statt Belegkartons. Den Datenaustausch wickeln wir per DATEV-Export ab, das versteht jede Kanzlei ohne Umstellung.
Was ist, wenn wir gar keinen Steuerberater haben?
Für die laufende Buchhaltung und die Lohnabrechnung brauchen Sie keinen – das übernehmen wir. Für Jahresabschluss, Steuererklärungen und Gestaltungsfragen brauchen Sie einen; wir vermitteln auf Wunsch einen Steuerberater aus unserem Netzwerk, der zu Ihrer Größe und Branche passt.

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